Totenbrauchtum und Totengedenken

Heimatverein Lüdinghausen


Heimatverein Lüdinghausen
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Totenbrauchtum und Totengedenken

Gesprächsabend des Heimatvereins Lüdinghausen

Der Klönabend des Heimatvereins Lüdinghausen fand  am Montag, dem 24.11.2008 (19.00 Uhr) bei Borgmann statt. Zu Beginn des Abends hat Nico Janning über das Projekt „alte Grabsteine“ berichtet

 

Rettet die alten Grabsteine!" Diese Aufforderung nahm der Heimatverein Lüdinghausen auf und setzt sich seitdem aktiv für den Erhalt der alten Totendenkmäler ein. Fachliche Unterstützung erhält er dabei von dem Lüdinghauser Steinmetz Nico Janning.
Doch es geht dem Heimatverein um mehr: Nicht nur die Steine sollen gesichert werden, sondern auch das Wissen um vergangenes aber auch noch praktiziertes Brauchtum.
Es ist höchste Zeit, denn die Verdrängung des Todes aus dem Alltagsleben führt zu großen Veränderungen. So werden Handlungen wie Leichenwaschen und Sargtragen zunehmend den Profis überlassen. In Zeiten hoher Mobilität haben Familiengruften an Bedeutung verloren. Die wachsende Zahl von anonymen Bestattungen oder die Beerdigung in einem Friedwald bezeugen den derzeitigen Wandel.
In einer interessanten Gesprächsrunde soll das Brauchtum vom Moment des Sterbens bis zum Totengedenken nach der Beerdigung verfolgt und Erinnerungen mit Gegenwärtigem verglichen werden. Geleitet wird die Runde von Ilona Tobüren-Bots und Liane Schmitz. Jeder Interessierte, ganz gleich ob er selbst erzählen oder nur zu hören möchte, ist herzlich eingeladen. Wer alte Sachen wie Dokumente, Fotos oder Totenzettel hat und bereit ist, sie zu zeigen, bringe diese gerne mit.

Liane Schmitz

Stadtarchiv Lüdinghausen

Krankenhaus_Leichenhalle__Leichenwagen___H._Pinnenkamp1967

Foto:Archiv Berendes/Uhlenkott