Lambert von Oer auf dem Geschichtswanderweg

Heimatverein Lüdinghausen


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Lambert von Oer auf dem Geschichtswanderweg

Bericht der Lüdinghauser Zeitung vom 16.12.2008
 
Der Ritter mit dem Halsband

Mene und Wolfgang (l.) Uhlenkott spendeten die Büste des Burgherrn Lambert von Oer für den Geschichtswanderweg. Am Sonntag wurde das Werk von Annette Wittkamp-Fröhling feierlich enthüllt.
Mene und Wolfgang (l.) Uhlenkott spendeten die Büste des Burgherrn Lambert von Oer für den Geschichtswanderweg. Am Sonntag wurde das Werk von Annette Wittkamp-Fröhling feierlich enthüllt.


-mib- Lüdinghausen. Die Köpfe vieler berühmter Menschen aus der mittlerweile 700-jährigen Lüdinghauser Stadtgeschichte zieren als Büsten den Geschichtswanderweg zwischen der Burg Lüdinghausen und dem St.-Antonius-Gymnasium. Einer der ältesten und wohl bekanntesten Köpfe kam am Sonntagvormittag hinzu, Lambert von Oer, der als Ritter mit dem Halsband Eingang in die Geschichtsbücher und Legendensammlungen fand.

Eberhard Bleich, Vorsitzender des Heimatvereins, erinnerte bei der Enthüllung der von der Lüdinghauser Künstlerin Annette Wittkamp-Fröhling gestalteten Büste an den langjährigen Geschäftsführer des Heimatvereins, den im Vorjahr verstorbenen Georg Inkmann. Auf dessen Idee und Initiative hin ist dieser Geschichtswanderweg entstanden, der mittlerweile zu einer Attraktion in der Stadt geworden ist.



„Zu Lebzeiten hat Georg Inkmann uns gesagt, wo welche Büste aufgestellt werden muss. Nur fehlen uns bisher die Sponsoren, die uns diese Kunstwerke bezahlen. Daher gilt heute unser besonderer Dank den Eheleuten Mene und Wolfgang Uhlenkott vom Hotel zur Post, die den charaktervollen Kopf Lambert von Oers mit dem berühmten Halsband gestiftet haben“, sagte Bleich, der der ebenfalls anwesenden Künstlerin für die Erstellung des gelungenen Kunstwerkes dankte, das er dann in die Obhut der Stadt übergab.

Dr. Wilfried Grewing, Nachfolger von Lambert von Oer als Burgherr auf Burg Kakesbeck, wo der Ritter vor über 500 Jahren lebte, hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, diese Burg wiederherzustellen. Seit 37 Jahre werden die Gebäude auf dem großen Gelände von Burg Kakesbeck mit viel Zeit, Liebe und Geld restauriert. Burgherr Grewing gab einen kurzen Rückblick auf das Leben des berühmten Ritters, der über 500 Jahre in Erinnerung geblieben ist. „Lambert von Oer war eine große Persönlichkeit mit vielen Eigenschaften. Er besaß großes Vertrauen in der Bevölkerung. Den alten Urkunden, die auf der Burg noch erhalten sind, ist zu entnehmen, dass er ein tief religiöser Mann war, der auch eine Kapelle auf Kakesbeck bauen ließ, die 1865 abgebrochen wurde. Wir haben diese Kapelle in den vergangenen Jahren wieder aufgebaut“, sagte Grewing.

„Dieser Geschichtswanderweg wird Lüdinghausen aus vielen anderen Städten hervorheben“, dankte Bürgermeister Richard Borgmann den Sponsoren und der Künstlerin im Namen der Stadt.