Ein historisches Stadtmodell

Heimatverein Lüdinghausen


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Ein historisches Stadtmodell

Das Jubiläumsgeschenk der Volksbank für Lüdinghausen

Anlässlich des 700. Geburtages der Stadt Lüdinghausen hat die Volksbank Lüdinghausen-Olfen eG der Stadt ein Stadtmodell zum sehen, fühlen und begreifen geschenkt. Dem  Stadtmodell liegt ein Katasterplan aus dem Jahr 1827, dem ersten genauen Plan Lüdinghausens, zugrunde.

(Bericht der Lüdinghauser Zeitung vom 10. März 2009)

(Bilder und Text von Werner Storksberger)

 
Lüdinghausen wird „begreifbar“

Den Kindern machte es natürlich besonders viel Spaß, das Stadtmodell zu begreifen. Darüber freuten sich auch Künstler Egbert Broerken, Kiepenkerl Theo Stüer, Bürgermeister Richard Borgmann, Heimatvereins-Vorsitzender Eberhard Bleich sowie Volksbank-Vorstandssprecher Hans-Hinrich Gerken (v.l.)Fotos:
Den Kindern machte es natürlich besonders viel Spaß, das Stadtmodell zu begreifen. Darüber freuten sich auch Künstler Egbert Broerken, Kiepenkerl Theo Stüer, Bürgermeister Richard Borgmann, Heimatvereins-Vorsitzender Eberhard Bleich sowie Volksbank-Vorstandssprecher Hans-Hinrich Gerken (v.l.)Fotos:
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Lüdinghausen - Erst Lüdinghausen, dann kommt Las Vegas: Anfragen aus aller Welt liegen Egbert Broerken vor. Mit seinen „Stadtmodellen für Sehende und Blinde“ hat er sich einen Namen gemacht. 40 Werke dieser Art sind in Metropolen auf der ganzen Welt zu bewundern - seit gestern auch in Lüdinghausen. Vor dem Hauptsitz der Volksbank Lüdinghausen-Olfen setzte das Unternehmen sich und der Stadt Lüdinghausen mit diesem dreidimensionalen historischen Stadtplan ein Denkmal. Angesichts des geschichtsträchtigen Datums, an dem vor 700 Jahren die Stadtrechte erteilt wurden, dankte Bürgermeister Richard Borgmann der Bank für diese großzügige Stiftung. „Die Stadt kann sich glücklich schätzen, wenn sie so kreative Menschen hat.“ Borgmann war überzeugt davon, dass man sich in 25 Jahren, wenn das 725-jährige Bestehen der Stadt gefeiert werde, an diesem Modell an die gerade zu Ende gegangenen Jubiläumsaktivitäten erinnern werde.

Als eine „Bereicherung für Sehende und Nichtsehende“ bezeichnete Vorstandssprecher Hans-Hinrich Gerken das Modell, das in Abstimmung mit dem Heimatverein in Auftrag gegeben worden war. Gerken war überzeugt davon, dass es sich dabei um einen neuen Anziehungspunkt und einen idealen Ausgangspunkt für Stadtführungen handelt. Schließlich stellt das Relief die städtische Situation im Jahre 1827 dar. „Die Stadt ist dadurch noch schöner geworden“, stellte auch Heimatvereins-Vorsitzender Eberhard Bleich fest. „Hier kann man Geschichte begreifen und erleben“, versicherte er.

Abbildung

„Mich begeistert es immer wieder, wenn Sehende vor diesen Modellen stehen, die Augen schließen und die Stadt befühlen“, erläuterte Künstler Egbert Broerken seine Gefühlslage. Broerken, der sich seit 2003 auf das Anfertigen solcher Modelle konzentriert, bedauert, dass die heutige Gesellschaft immer mehr zur ausschließlich „sehenden Generation“ werde. Das Tasten wieder zu lernen, sei auch wichtig für Sehende