Über 40 Gäste verfolgten einen spannenden Vortrag zur Geschichte des Hakehauses

Trotz hochsommerlicher Temperaturen war das Interesse an der Geschichte des Hakehauses ungebrochen: Mehr als 40 Besucherinnen und Besucher fanden am Dienstag, 23. Juni 2026 den Weg in das historische Gebäude an der Wolfsberger Straße. Damit war die Veranstaltung bis auf den letzten Platz besetzt.

Referent Michael Kertelge nahm die Gäste mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte des ältesten weltlichen Gebäudes Lüdinghausens. Anhand zahlreicher historischer Fotografien, Dokumente und Abbildungen zeichnete er die Entwicklung des Hauses und der Hake-Stiftung nach und vermittelte zugleich interessante Einblicke in die Sozialgeschichte der Stadt.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Hake-Stiftung, deren Ursprung auf das Testament von Dietrich Hake aus dem Jahr 1643 zurückgeht. Aus seinem Nachlass entstand wenige Jahre später eine Stiftung zugunsten armer und bedürftiger Menschen aus Lüdinghausen und Seppenrade. Für zwölf Bedürftige wurde zwischen 1667 und 1672 das Hakehaus errichtet, das bis heute erhalten geblieben ist. Damit zählt die Stiftung zu den ältesten ununterbrochen bestehenden Stiftungen im Bistum Münster.

Die Besucher erfuhren außerdem, welche Aufgaben und Pflichten die Bewohner des Armenhauses einst hatten, wer dort Aufnahme fand und welche Bedeutung die Stiftung über Jahrhunderte für die Menschen in Lüdinghausen besaß. Auch die Entwicklung des Hauses im 20. Jahrhundert sowie die Geschichte weiterer Stiftungen wurden thematisiert.

Besondere Aufmerksamkeit fand die Bedeutung des Hakehauses als kulturhistorisches Zeugnis der Stadt. Das denkmalgeschützte Gebäude gilt als ältester erhaltener Profanbau der Lüdinghauser Altstadt und befindet sich bis heute im Besitz der Hake-Stiftung. Heute wird es unter anderem für die offene Jugendarbeit genutzt.

Die lebendige Präsentation, die zahlreichen historischen Bilder und die vielen interessanten Fragen aus dem Publikum machten den Abend zu einer rundum gelungenen Veranstaltung. Die hohe Besucherzahl zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an der Geschichte des Hakehauses und an den Wurzeln des sozialen Engagements in Lüdinghausen ist.

Unser besonderer Dank gilt dem Referenten Herrn Michael Kertelge, der einen sehr interessanten und fachlich überaus fundierten Vortrag gehalten hat!

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